Wir wollen heute zur dritten Kanareninsel segeln: Gran Canaria. Vorhergesagt sind N 3-4, im Norden 2-3.
Nach dem üblichen langen Frühstücken laufen wir dann endlich um 1115 BZ aus, klaren die Yacht auf und setzen die Segel. Am Punta Jandia sorgt heftiger süd setzender Strom für eine Abdrift von über 20 Grad - leider können wir mit dem anfänglich wenigen Wind kaum etwas dagegen setzen und wir wollen das aussegeln.
Je weiter wir uns von der SÜdwestspitze von Fuerteventura entfernen, desto mehr nimtm der Strom ab und glücklicherweise der Wind zu - anfänglich hatten wir eher nordwestliche Winde, die im Laufe des Törns immer mehr recht drehen - gut für uns. WIr müssen nicht mehr so extrem Höhe laufen und können die Segel ein bißchen öffnen und segeln so bei einer entgegenkommenden Atlantikdünung von 1-2 m mit bis zu 8,3 Knoten Gran Canaria entgegen.
Die Dünung macht Ramona zu schaffen - insbesondere, wenn sie unter Deck ist. Also ist es heute Männertag und die Herren dürfen den Nachmittagssnack bereiten als auch servieren.
Schon gegen 1930 machen wir am Rezeptionssteg der Marina Muelle Deportivo in Las Palmas / Gran Canaria fest und müssen erfahren, dass leider kein Platz mehr frei sei ... und dabei wollen wir doch sogar 2 Tage hier bleiben. Langes Palaber mit dem Hafenkapitän. Er meint, wir können am Rezeptionssteg für diese Nacht bleiben und müssen morgen auf einen frei werdenden Platz warten - die Marina sei wg. der ARC 2007 bis Ende November schon völlig ausgebucht.
ALs wir uns Anweisungsgemäß noch ein Stück weiter südlich verholt haben und gerade alle Leinen fest haben, kommt der Hafenkapitän zur Anthana und der Skipper soll ihm folgen... Er zeigt uns einen Platz an der Westmole, wo wir für 2 Tage bleiben können - der Langzeitlieger sei gerade auf Reisen und kommt erst Freitag zurück. Glück gehabt! Um 2130 sind endlich alle Leinen inkl. Mooring fest und für gehen zur nahe gelegenen Tapas-Bar, die mit riesen Portionen aufwartet. |